Prüfung von Personen und Personenerdung in der EPA

Personen sind in einer EPA eine wesentliche mögliche Quelle elektrostatischer Ladung. Die Personenprüfung bestätigt, ob Handgelenkband, ESD-Schuhe oder eine andere Art der Personenerdung einen wirksamen Ableitweg bilden.

Was prüft ein Personentester tatsächlich?

Der Tester bewertet nicht, ob eine Person „ESD-tauglich“ ist. Er prüft die elektrische Funktion eines konkreten Erdungssystems zum Zeitpunkt der Messung. Je nach Arbeitsplatz betrifft dies ein Handgelenkband, den linken und rechten Schuh oder mehrere Elemente gemeinsam.

  • Handgelenkband: Das Ergebnis umfasst Hautkontakt, Band, Spiralkabel und zugehörige Verbindungen.
  • ESD-Schuhwerk: Gemessen wird der Pfad durch die Person und den jeweiligen Schuh oder Fersenerder zur Prüfelektrode.
  • System Person–Schuhwerk–Boden: Ein Eingangstester kann die Systemprüfung nicht immer ersetzen; die dynamische Wirkung wird mit dem Walking Test bewertet.

Eingangsprüfung oder kontinuierliche Überwachung?

Ein Eingangstester liefert ein Ergebnis zu einem festgelegten Zeitpunkt, häufig vor dem Betreten der EPA. Ein kontinuierlicher Monitor überwacht dagegen den Anschluss der Person und je nach System auch den Arbeitsplatz während der Tätigkeit. Die Auswahl richtet sich nach Prozessrisiko, Bauteilempfindlichkeit, Arbeitsorganisation und ESD-Kontrollplan. Eine bestandene Eingangsprüfung bestätigt allein nicht, dass das System während der gesamten Schicht unverändert bleibt.

So entsteht ein zuverlässiger Prüfprozess

  1. Legen Sie fest, wer was, wann und an welchem Tester prüft.
  2. Stellen Sie den richtigen Modus und die Grenzwerte für das verwendete System und die interne Dokumentation ein.
  3. Schulen Sie das korrekte Anlegen des Handgelenkbandes, die Position auf den Elektroden und die Reaktion auf einen Fehler.
  4. Entscheiden Sie, ob Ergebnisse manuell, elektronisch oder über eine Zutrittskontrolle erfasst werden.
  5. Beschreiben Sie den Ablauf bei Nichtbestehen einschließlich Wiederholungsprüfung, Ausrüstungskontrolle und freigegebener Alternative.
  6. Prüfen Sie den Tester regelmäßig und halten Sie die festgelegte Kalibrierung oder Funktionskontrolle ein.

Warum wurde die Prüfung nicht bestanden?

Mögliche Ursachen sind schlechter Hautkontakt, ein beschädigtes Kabel, ein falsch angelegtes Band, verschmutzte oder verschlissene Sohlen, ungeeignete Socken oder Einlagen, eine falsche Fußposition oder ein unpassender Prüfmodus. Ein Fehler ist nach dem festgelegten Ablauf zu behandeln und nicht durch beliebige Wiederholungen bis zu einem zufälligen Bestehen.

Die Personenprüfung ist nur ein Teil des Systems

Personenerdung muss mit Arbeitsplatz, Boden und Handhabungsregeln zusammenwirken. Grundlagen erklärt das Glossar unter Personenerdung. Passende Lösungen sind Personenerdungstester und kontinuierliches Monitoring. Der Gesamtprozess lässt sich in einem ESD-Audit bewerten; weitere Methoden bündelt die Übersicht Messung und Prüfung im ESD-Schutz.

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Ing. Jaroslav Křepelka, ESD-Auditor
Ing. Jaroslav Křepelka ESD-Auditor

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